ROM (ITA)

 

Am 12. Tag unserer Seereise durch das Mittelmeer, den 13. Oktober, ankerten wir gegen 8 Uhr Morgens am Liegeplatz 12B North im Hafen von Civitavecchia, dem Tor nach Rom. Genau hierhin führte unser 15 Minuten später beginnender, 10 Stunden dauernder und € 99,-/Person kostender Ausflug mit der Bezeichnung "Per Roma Express in die Ewige Stadt". Nur wenige Fahrminuten vom Schiff entfernt bestiegen wir den "Roma Express", einen kürzlich eingeweihten, für Kreuzfahrtreisende bestimmten Zug, mit dem wir auf komfortable Weise und unter Umgehung des städtidchen Verkehrs nach Rom gelangten. Am Bahnhof San Pietro angelangt, empfing uns auch schon der örtliche Reiseleiter Claudio, ein römisches Urgestein und wandelndes Lexikon seiner Heimatstadt.

Rom ist die größte Stadt Italiens mit etwa 2,7 Millionen Einwohnern im Stadtgebiet sowie rund 3,3 Millionen Einwohnern als Agglomeration und liegt im Zentrum des Landes in der Region Latium an den Ufern des Flusses Tiber, unweit des Tyrrhenischen Meeres.
Die nicht zuletzt wegen ihrer Rolle in der Antike als Hauptstadt des römischen Reichs auch als „Ewige Stadt“ bezeichnete Metropole ist seit 1871 die Hauptstadt des im Risorgimento wiedervereinigten Italiens und Sitz des Malteser-Ritterordens, der ein eigenständiges, jedoch nichtstaatliches Völkerrechtssubjekt ist. Innerhalb der Stadt bildet der unabhängige Staat der Vatikanstadt eine Enklave. Der Vatikan ist der Sitz des Bischofs von Rom und somit des Papstes, dem Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche. Somit ist die Stadt eine dreifache Hauptstadt.
Die Altstadt von Rom, der Petersdom und die Vatikanstadt wurden von der UNESCO im Jahre 1980 zum Weltkulturerbe erklärt.

Nach der Gründungssage wurde Rom am 21. April 753 v. Chr. von Romulus gegründet. Dieser brachte demnach später seinen Zwillingsbruder Remus um, als sich der über die von Romulus errichtete Stadtmauer belustigte. Die Zwillinge waren der Sage nach die Kinder des Mars und der Vestalin Rhea Silvia. Sie seien auf dem Tiber ausgesetzt, von einer Wölfin gesäugt und dann von dem Hirten Faustulus am Velabrum unterhalb des Palatin gefunden und aufgezogen worden.
Das traditionelle Gründungsdatum Roms ist der Beginn der Zeitskala des Römischen Kalenders. Ausgrabungen auf dem Palatin brachten Siedlungsreste aus der Zeit um 1000 v. Chr. zutage; wahrscheinlich wurden einige latinische und sabinische Dörfer dann um 800 (vielleicht durch Etrusker) zu einer Stadt vereinigt.
Zu Beginn seiner Geschichte war Rom ein Königreich. Nach Vertreibung des letzten etruskischen Königs Tarquinius Superbus – angeblich im Jahr 509 v. Chr. – wurde Rom eine Republik – wenngleich dies wohl tatsächlich erst um 475 v. Chr. geschah.
Obwohl sich Rom 390 v. Chr. einer Invasion der Kelten kaum erwehren konnte, expandierte die Stadt dennoch ständig. 312 v. Chr. folgte der Bau des ersten Aquädukts sowie der Bau der Via Appia. Zur Expansion Roms trugen insbesondere auch die schließlich erfolgreichen Punischen Kriege (264–146 v. Chr.) gegen das nordafrikanische Karthago bei, das den westlichen Mittelmeerraum kontrollierte.
Nachdem die Brüder Tiberius und Gaius Sempronius Gracchus, die als Volkstribunen versucht hatten, Landreformen durchzusetzen, ermordet worden waren, kam es zu einer Phase der Instabilität, die in Bürgerkriegen ihren Höhepunkt fand. Gaius Iulius Caesar setzte als Diktator eine Reihe von Reformen durch, wurde jedoch 44 v. Chr. ebenfalls ermordet.
Im 1. Jahrhundert v. Chr. war Rom wohl bereits eine Millionenstadt und sowohl geographisches als auch politisches Zentrum des römischen Reiches.
Unter der Herrschaft der Flavischen Dynastie (69–96 n. Chr.) begannen umfangreiche Bautätigkeiten. Zu diesen neuen Bauwerken gehören einige der berühmtesten Baudenkmäler wie das Kolosseum und ein Teil der Kaiserforen.
Zu Beginn der Spätantike erreichte Rom wohl seine größte Bevölkerungszahl; die häufigsten Annahmen liegen etwa bei geschätzt 1,5 Millionen Einwohnern. Die Stadt verlor aber bald an politischer Bedeutung, da die verschiedenen Kaiser andere Residenzen (darunter Konstantinopel, Mailand, Trier, Thessaloniki, Split) bevorzugten. Im 5. und 6. Jahrhundert kam es zu Katastrophen, die das Ende der antiken Herrlichkeit der Stadt bedeuteten: Auch die im 3. Jahrhundert errichtete Aurelianische Mauer konnte nicht verhindern, dass Rom während der Völkerwanderung 410 von den Westgoten und 455 von den Vandalen geplündert wurde.
Um 530 lebten noch etwa 100.000 Menschen in Rom. Die zivilisatorische Katastrophe kam erst mit dem Gotenkrieg und der in diesem Rahmen betriebenen Rückeroberungspolitik des oströmischen Kaisers Justinian. Die Stadt entging nur knapp einer vollständigen Zerstörung. Rom gehörte zwar formell seit 554 wieder zum Oströmischen Reich, die Ordnungsfunktionen wurden jedoch in den Zeiten der Völkerwanderung mehr und mehr vom Papsttum ausgeübt. Zwischen dem 8. und 11. Jahrhundert folgten weitere Belagerungen, Angriffe und Plünderungen durch Langobarden, Sarazenen und Normannen, so dass sich das bewohnte Stadtgebiet zeitweise kaum über die Tiberufer hinaus erstreckte.
Seit Pippin erlangte Rom, das im Mittelalter nur noch etwa 20.000 Einwohner zählte, neue Bedeutung als Hauptstadt des Kirchenstaates (Patrimonium Petri) und als wichtigster Wallfahrtsort des Christentums neben Jerusalem und Santiago de Compostela. Neuer Glanz kam im Jahr 800 in die Stadt, als Karl der Große durch Papst Leo III. zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches gekrönt wurde.
Das von der katholischen Kirche direkt in Rom vermutete Grab des nach dem Brand der Stadt unter Nero im Jahre 64 hingerichteten Apostels Paulus sowie unzählige andere Reliquien verhießen ab 1300 in den Heiligen Jahren den Pilgern außergewöhnliche Gnaden und Ablässe. Hierzu trug im Besonderen die Vermutung bei, dass Simon Petrus gemeinsam mit Paulus hingerichtet und in Rom begraben worden sein soll. Diese Annahme ist bis heute unter Historikern äußerst umstritten. In christlicher Zeit sind viele bedeutende Bauten entstanden, zum Beispiel die so genannten vier Patriarchalbasiliken Sankt Paul vor den Mauern über dem Grab des heiligen Apostels Paulus aus dem 4. Jahrhundert, der Lateran, ebenfalls aus dem 4. Jahrhundert, Santa Maria Maggiore aus dem 5. Jahrhundert und vor allem der Petersdom, der in der heutigen Form aus der Renaissance und dem Barock stammt.
In der Renaissance und im Barock fand die Stadt ein neues Gepräge, das hauptsächlich von Kirchen bestimmt wird, aber auch von neuen Straßenzügen mit Sichtachsen auf Obelisken, Palästen und Plätzen mit Brunnen. In diesem Zustand ist Rom bis heute verblieben, weshalb die römische Altstadt neben dem Vatikan eines der beiden Weltkulturerbe in der Stadt Rom darstellt.
Nach dem Ende des Kirchenstaates wurde Rom am 26. Januar 1871 die Hauptstadt des neuen Italien. Unter Mussolini wurden die Differenzen zwischen Staat und Kirche durch die Lateranverträge mit dem Heiligen Stuhl 1929 beendet und der unabhängige Staat der Vatikanstadt begründet.

Nach unserer Ankunft am Bahnhof San Pietro marschierten wir mit Reiseleiter Claudio Richtung Vatikan und Petersdom. Am 240 m breiten, ovalen Petersplatz, der von Bernini geplant wurde, angelangt, erwartete uns schon früh Morgens eine Schlange von Besuchern - durchschnittlich 20.000 Menschen pro Tag -, die so wie wir auch die wichtigste Kirche der Katholiken beichtigen wollten.
In der Mitte des Platzes steht ein Obelisk, der aus dem Circus des Caligula und Nero stammt. Im Fuße des Obelisken soll sich Caesars Asche, in seiner Spitze ein Teil des Kreuzes Jesu befinden. Der original ägyptische Obelisk hat ein geschätztes Gewicht von 322 Tonnen und steht auf einem Fundament mit vier Bronzelöwen. Seine Aufrichtung auf dem Petersplatz war eine technische Meisterleistung der Zeit. Auf beiden Seiten befindet sich ein je 14 m hoher Brunnen.
Die den Platz umsäumenden Kolonnaden sind 17 m hoch; oberhalb der 284 in 71 Viererreihen angeordneten Säulen befinden sich 140 Heiligenstatuen, die von 1667 bis 1669 unter Alexander VII. und Clemens IX. gestaltet wurden.
Überraschenderweise waren wir rasch an den Sicherheitsvorkehrungen beim Eingang zum Dom (Durchleuchtung wie am Flughafen) hindurch, so dass wir mit der Besichtigung und den dementsprechenden Erläuterungen zwischen Horden von Menschen beginnen konnten.

Den Vorgängerbau der heutigen Peterskirche, auch Alt St. Peter genannt, ließ Konstantin der Große um 324 als Grabeskirche über dem vermuteten Grab des Apostels Simon Petrus errichten. Der Petersdom ist die größte, aber nicht die ranghöchste der vier Patriarchalbasiliken in Rom. Das ist die Lateranbasilika, die Kathedrale von Rom. Der Petersdom ist das Zentrum des unabhängigen Staats der Vatikanstadt.
Im 1. Jahrhundert n. Chr. lag der vatikanische Hügel außerhalb des antiken Roms auf der westlichen Tiberseite gegenüber dem mit öffentlichen Bauten bestückten Marsfeld. Caligula ließ dort einen Circus errichten. Nero fügte zum Circus einen Palast und eine Brücke über den Tiber hinzu, von der heute nur noch wenige Spuren im Fluss zu sehen sind. Nach der Überlieferung wurde der Apostel Petrus im Herbst 64 n. Chr. im Circus des Caligula mit dem Kopf nach unten gekreuzigt und und fand hier seine letzte Ruhestätte
Aufgrund der Ausgrabungsbefunde ist zu vermuten, dass nach dem Toleranzedikt von Mailand des Jahres 313 die Christen Kaiser Konstantin das Grab vorwiesen, das von alters her als Petrusgrab verehrt worden war. Dieser ließ um 324 auf dem Vatikanischen Hügel eine Basilika errichten.
Die fünfschiffige Basilika mit einschiffigem Querhaus wurde 326 geweiht und 468 durch Papst Simplicius umgebaut, um nicht nur am Grab selbst, sondern auch für eine größere Menge über demselben auf einer erhöhten Altarinsel Eucharistie feiern zu können. Da das Grab weiterhin umschreitbar sein sollte, wurde ein Gang unter dem neuen erhöhten Altarraum gebaut, der zur Urform der Krypta wurde.
Ab 1451 erfuhr die konstantinische Basilika unter den Päpsten Nikolaus V., Pius II. und Julius II. eine umfassende letzte Renovierung.
Papst Julius II. befand, dass das rund 1200 Jahre alte Gotteshaus auf dem für seine Mückenplage bekannten Hügel keinen angemessenen Platz für sein Grabmal bieten würde. Er gab deshalb eine Erweiterung des Baus in Auftrag. Da dieser jedoch an vielen Stellen einsturzgefährdet war, entschied man sich stattdessen für einen monumentalen Neubau. Am 18. April 1506 wurde der Grundstein für die neue Peterskirche unterhalb des späteren Veronikapfeilers gelegt, der, mit einem gewaltigen Tresor versehen, für die Aufnahme der kostbarsten Reliquie der Christenheit, dem Schweißtuch der Veronika, bestimmt war. Das kostenintensive Unternehmen wurde entscheidend durch den sogenannten Peterspfennig und den Verkauf von Ablässen finanziert.
Der erste Entwurf des Neubaus stammt von Bramante, der bis zu seinem Tod 1514 Bauleiter des ehrgeizigen Projektes war. Von 1515 bis 1546 ging der Bau unter Leitung von Raffael, Antonio da Sangallo d. J. und Baldassare Peruzzi nur schleppend voran. 1547 übernahm Michelangelo die Bauleitung und entwarf auch die Rippenkuppel inmitten eines Zentralbaues, die von Giacomo della Porta ausgeführt wurde. Von 1607 bis 1614 wurden vom Baumeister Carlo Maderno das Langhaus mit Vorhalle, sowie die barocke Fassade vollendet. Um alle Blicke in Richtung Petrusgrab zu lenken, errichtete Gian Lorenzo Bernini 1624 mit Unterstützung von Francesco Borromini einen Bronzebaldachin mit aufgesetztem Kreuz auf vier 29 m hohen, gewundenen Säulen direkt über dem Grab. Am 18. November 1626 konnte die neue Grabeskirche von Papst Urban VIII. geweiht werden.
Die Innenfläche des 211,5 m langen und 132,5 m hohen Baus beträgt rund 15.160 m⊃2; und bietet rund 60.000 Menschen Platz, somit hat der Petersdom auch einen der größten Innenräume der Welt. Die Bauzeit betrug rund 120 Jahre.
Im Inneren des Domes, der neben einer Hauptkuppel auch acht kleinere Nebenkuppeln besitzt, befinden sich etwa 800 Säulen und 390 Riesenstatuen aus Römischen Travertin aus Tivoli, Carrara-Marmor, Stuck und Bronze, sowie 45 Altäre.
Die doppelschalige Kuppel der Basilika St. Peter ist das größte freitragende Ziegelbauwerk der Welt. Sie hat einen Durchmesser von 42,34 m und wird von vier fünfeckigen Pfeilern mit einem Durchmesser von je 24 m getragen. Die Laterne über der Kuppel ist auf über 510 Stufen zu erreichen und bietet einen hervorragenden Panoramablick auf den Vatikanischen Hügel, den Petersplatz und das umgebende Rom.
Die vatikanischen Grotten befinden sich auf dem Bodenniveau der konstantinischen Basilika. Hier befinden sich 23 der insgesamt 164 Papstgräber der Basilika St. Peter, in möglichst räumlicher Nähe zum Apostelgrab, dem Grab des ersten Papstes. Zuletzt wurde Johannes Paul II. im früheren Grab von Johannes XXIII. beigesetzt.
Das berühmteste Kunstwerk der Peterskirche ist Michelangelos Pietà, die sich in der ersten Seitenkapelle des rechten Seitenschiffs befindet. Sie ist 1,75 m hoch und ruht auf einer 1,68 m breiten Standplatte. Der Auftrag wurde von Kardinal Jean de Villiers de la Grolaye erteilt. Michelangelo vollendete dieses Werk im Jahr 1500 als er 25 Jahre alt war. Nachdem die Pietà 1972 bei einem Attentat schwer beschädigt worden war, wurde sie nach den Restaurierungsarbeiten hinter Panzerglas wieder aufgestellt.

Nach unserer eineinhalbstündigen Besichtigung der Peterskirche verließen wir wieder den Vatikan auf der Via della Conciliazione in Richtung Engelsburg, unserem zweiten Programmpunkt der Rom-Führung.

Die Engelsburg, auf italienisch Castel Sant’Angelo, wurde ursprünglich als Mausoleum für Kaiser Hadrian (76–138) und seine Nachfolger errichtet und später von verschiedenen Päpsten zur Burg umgebaut. Der Bau wurde noch zu Lebzeiten Hadrians unter der Leitung des Architekten Demetrianus begonnen und im Jahr 139 unter Antoninus Pius beendet.
Im Mausoleum des Hadrian wurden folgende Persönlichkeiten beigesetzt: Kaiser Hadrian selbst und seine Frau Sabina, Kaiser Antoninus Pius und seine Frau Faustina, Kaiser Lucius Verus, Kaiser Mark Aurel, Kaiser Commodus, Kaiser Septimius Severus, und Kaiser Marcus Aurelius Antoninus Bassianus, besser bekannt als Caracalla.
Als die Stadtmauer von Kaiser Aurelian (die Aurelianische Mauer) unter den Kaisern Honorius (395–423) und Arcadius (395–408) vom Heermeister Stilicho verstärkt wurde, integrierte man das solide gebaute Mausoleum als Zitadelle in die Befestigungen.
Den heutigen Namen erhielt die Anlage im Jahr 590, als in Rom die Pest wütete. Papst Gregor I. der Große soll über dem Grabmal die Erscheinung des Erzengels Michael gesehen haben, der ihm das Ende der Pest verkündete, indem er das Schwert des göttlichen Zorns in die Scheide steckte. Da die Pest wirklich zu Ende ging, erinnert heute noch die Statue des Engels auf der Spitze des Gebäudes an diese Episode.
Ab dem 10. Jahrhundert war die Engelsburg im Besitz der Päpste und diente als Zuflucht, unter anderem während der großen Plünderung Roms (der „Sacco di Roma“) durch die Truppen von Kaiser Karl V. im Jahr 1527. Ebenso flohen Gregor VII. vor Heinrich IV. (Investiturstreit) und Pius VII. vor Napoleon I. Bonaparte. Der etwa 800 m lange Gang (Passetto oder Corridoio di Borgo genannt), der 1277 von Papst Nikolaus III. gebaut wurde, verbindet die Engelsburg mit dem Palast des Papstes im Vatikan.
Die Engelsburg diente in späteren Jahren auch als Gefängnis der Inquisition. Galileo Galilei war beispielsweise ein berühmter Gefangener der Burg.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts vernachlässigten die Päpste den Ort, bis die Burg im 19. Jahrhundert von den Soldaten der französischen Republik beschlagnahmt wurde. Im Jahre 1870 ging die Befestigung in den Besitz des italienischen Staates über. Die Säle wurden zum Teil als Museum eingerichtet und die Burg wurde dem Publikum zugänglich gemacht.
Insgesamt lässt sich das Bauwerk in seiner heutigen Gestalt in fünf Ebenen einteilen. Von der untersten Ebene führt eine 122 m lange Rampe spiralförmig aufwärts. In der zweiten Ebene gibt es das Gefängnis und Lagerräume für Weizen und Öl. Die dritte Etage ist die militärische mit zwei Innenhöfen. Vom Cortile dell’Angelo aus gelangt man in die päpstlichen Gemächer und ins Museum. Die wichtigste Ebene ist die vierte mit den Papstappartement. Ganz oben kommt man schließlich auf die Terrasse, wo neben dem Bronzeengel die sogenannte Armsünderglocke (Campana della Misericordia) zu sehen ist, die an die Vergänglichkeit des Schönen und die Grausamkeit der Welt erinnert.
Im Museum (Museo di Castel Sant’Angelo) werden seit 1901 in 58 Sälen neben der Geschichte des Bauwerks auch Waffen, Möbel und Gebrauchsgegenstände gezeigt.

Nit der Besichtigung des Castel Sant’Angelo schlossen wir das offizielle Besichtigungsprogramm in Rom ab und machten uns selbstständig auf dreistündige Erkundigung durch das Stadtzentrum. Nachdem wir bereits im Jahr 2003 eine sechstägige Städtereise hierher unternommen hatten, konnten wir uns in dieser sehr kurzen Zeit doch einige Highlights zu Fuß ansehen. Unser Stadtrundgang im Eiltempo führte uns zuerst zur Spanischen Treppe, gefolgt vom Trevi-Brunnen mit obligatorischem Münzwurf, dem Pantheon sowie zum Nationaldenkmal Vittorio Emanuele II. Von hier aus ging es wieder retour zum Petersplatz, wo unser Treffpunkt vereinbart war. Eine Stunde später, und eine weitere Zugfahrt mit dem "Roma Express" reicher, waren wir auch schon wieder zurück auf "unserer" AIDAbella im Hafen von Civitavecchia.
Wie immer war Rom eine Reise (Ausflug) wert! Diese Metropole hat einfach soviel an Geschichte und Kultur zu bieten und zeichnet sich zusätzlich durch ihren persönlichen Charme aus.

 


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