BARCELONA (ESP)

 

Die Hauptstadt der Katalanen stand schon immer ganz oben auf unserer Reise-Wunschliste. Durch den Umstand, dass wir zwei einwöchige Kreuzfahrten mit AIDA unternahmen, machten wir gleich zweimal in Barcelona Halt.

Barcelona ist gegenwärtig wahrscheinlich die dynamischste Stadt des Mittelmeerraums. Sie vereint ihre zweitausendjährige Tradition mit der Neigung zu Handel und Kreativität, die ihre ganze Geschichte gekennzeichnet hat. Wenige Städte am Mittelmeer können solchen Reichtum an Architektur, Kultur und Modernität vorweisen wie Barcelona.
Die Stadt der Römer entstand auf einer leichten Erhebung, dem Mons Taber, inmitten der Ebene, die sich am Ufer des Mittelmeers zwischen den Flüssen Besos und Llobregat ausdehnte. Die Stadt wuchs von Mauern umgeben bis zum 4. Jahrhundert, als sie von den Franken besetzt wurde. Der Niedergang sollte mit der muselmanischen Eroberung im 8. Jahrhundert zusammenfallen, bis endlich 801 mit der Ankunft der Franken unter Ludovicus Pius mit der Wiedereroberung ein neuer Zeitabschnitt begann. Die Franken bildeten im Süden der Pyrenäen einen kleinen Spähtrupp, der zur spanischen Mark werden sollte. Damals entstand die Grafschaft Barcelona. Diese sollte bis zum Einfall Almanzors (985), der die Stadt zerstörte, konstant anwachsen. Das veranlasste den Grafen Borrell, die karolingische Macht nicht anzuerkennen und 988 seine Grafschaft unabhängig zu machen.
Die erste Glanzzeit der Stadt begann ab dem 11. Jahrhundert. Mit der Verbindung Kataloniens und Aragons (12. Jahrhundert) wird Alfons I. zum ersten katalanischen Grafen und König. Jakob I. der Eroberer sollte seine Königreiche nach Süden (Königreich Valencia) und über das Mittelmeer mit der Eroberung Mallorcas ausdehnen. Damit schuf er das große katalanisch-aragonesische Bündnis, das den Mittelmeerhandel, die größten architektonischen Bauwerke der Gotik und die größten Errungenschaften auf politischem Gebiet hervorbrachte, die das historische Gepräge Kataloniens und Barcelonas zum Teil bis heute bestimmen.
Die Jahrhunderte des Mittelalters haben die größten Baudenkmäler und Kulturschätze Barcelonas hervorgebracht, wie das Consolat del Mar (Meereskonsolat), die Llotja (Börse) sowie die Grundlage gelegt für soziale Einrichtungen und die Zünfte der Handwerker und Gewerbetreibenden, aus denen sich Jahrhunderte später die äußerst tatkräftige bürgerliche Gesellschaft entwickelt hat. Durch den Kompromiss von Caspe (1410) geht die Krone an die kastilische Dynastie der Trastamara über. Dadurch beginnt für die Stadt wieder eine Zeit des Verfalls (15. Jahrhundert), die bis zur Renaissance dauern sollte.
Nach der Herrschaft der Österreicher kam es zum Krieg um die Erbnachfolge, in dem sich Barcelona für den Erzherzog Karl von Österreich entschied. Diese Entscheidung bedeutete einen neuen Rückfall, da der Stadt nach dem Sieg des anderen Anwärters, Philipp V. von Bourbon, einen großen Teil ihrer Rechte genommen wurden. Im Jahre 1714, nach dreizehn Monaten Belagerung, musste sich die Stadt schließlich ergeben, und ein eiserner Zentralismus versuchte, die Spuren ihrer historischen Identität zu verwischen. Um die Stadt zu kontrollieren, baute Philipp V. die Stadtfestung Ciutadella. Schließlich wurden 1860 die alten Mauern abgerissen, wodurch die Stadt in die benachbarten Felder des Pla de Barcelona (die Ebene von Barcelona) vordringt. Die beiden historischen Höhepunkte der Stadtplanung Barcelonas sind die beiden Weltausstellungen der Jahre 1888 und 1929. Der ganze Geist der Reneixenca der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und des Modernismus sollte in dieser Zeit Gestalt annehmen. Seine Spur bestimmt endgültig das Stadtbild Barcelonas, so wie seine derzeitige Schwungkraft durch die Bauwerke der Olympischen Spiele 1992 ensteht, die eine neue Aussicht eröffnen. Die Entwicklung seit 1992 deutet dahin, dass die Kernstadt Barcelona nach und nach im Einzugsgebiet Groß-Barcelona aufgehen wird, dessen geographischer Mittelpunkt wahrscheinlich der Tibidabo sein wird.

Nach den beiden Ausflugstagen waren wir von Barcelona restlos begeistert. Einziger Wehrmutstropfen: man benötigt für diese extravagante Stadt mit ihrer vielschichtigen Architektur und den zahllosen Sehenswürdigkeiten zumindest fünf Tage Zeit. Also steht einem Wiedersehen hoffentlich nichts im Wege.

 

 


Am Donnerstag den 8. Oktober gegen 9 Uhr Morgens erreichten wir unseren Liegeplatz Adoasado Terminal D (Palacruceros) in Barcelona.
Diesmal hatten wir am Vormittag noch genügend Zeit für ein gemütliches Frühstück und etwas Sport im Fitness-Studio, da unser Ausflug erst um 13:30 Uhr begann. Der 4 Stunden dauernde und € 47,-/Person kostende Ausflug mit der Bezeichnung "Die Welt des Antoni Gaudi" sollte uns einen Überblick über das Schaffen des künstlerischen Multitalents in Barcelona vermitteln.
Unser erster Anlaufpunkt auf der kunsthistorischen Tour durch Barcelona war der Park Güell, der zwischen 1900-1914 entstand. Dieser geht auf das Projekt einer privaten Siedlung zurück, die Eusebi Güell bei Gaudi in Auftrag gab. Als Vorbild dienten die seinerzeit in England entstehenden Gartenstädte. Das ehrgeizige und innovative Projekt hatte jedoch nicht den erhofften Erfolg, und es wurden nur zwei der 62 geplanten Parzellen verkauft. Trotzdem konnte Gaudi seinen Teil des Auftrags vollenden und hier eine seiner attraktivsten und gelungensten architektonischen Arbeiten schaffen. Nach dem Tod Güells boten die Erben 1922 das Gelände der Stadt an, die annahmen und es in einen öffentlichen Park verwandelten. Der Park Güell wurde 1962 von der Stadtverwaltung von Barcelona zum Künstlerischen Denkmal, 1969 von der spanischen Regierung zum Nationaldenkmal und 1984 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Eines der beiden im Park fertiggestellten Häuser wurde von Gaudi selbst gekauft, der es zu seinem Wohnhaus machte. Heute beherbergt es das Museumshaus Gaudi. Alles im Park Güell löst beim Besucher Faszination und Bewunderung aus: die Pavillons am Eingang, der Drache auf der Treppe, die zur Säulenhalle führt, die Säulenhalle selbst, die steinernen Viadukte und vor Allem die Wellenbank um den großen Hauptplatz herum.
Hier erlebten wir auch eine faszinierende Anekdote:
Als wir die Haupttreppe mit dem Drachen herunterwanderten sprang uns plötzlich jemand von hinten an und begrüßte uns herzlich. Es waren die Eltern unserer langjährigen Freundin Irene. Die Beiden wussten zwar, dass wir in diesem Zeitraum unsere Hochzeits-Kreuzfahrt unternehmen und dabei auch nach Barcelona kommen, hatten jedoch keine Ahnung an welchem Tag dies sein wird. Wir hingegen wussten nicht einmal, dass sie auf Reisen waren. So kann das Leben spielen!

Anschließend ging es mit dem Bus ins Zentrum der Stadt, wo wir die nach wie vor im Bau befindliche Sagrada Familia besichtigten. Gaudi widmete diesem großen, unvollendeten Werk vierzig Jahre seines Lebens. In den letzten zwölf - 1914 bis 1926 - lehnte er alle anderen Aufträge, die man ihm antrug, ab. Zuletzt lebte er sogar auf dem Baugelände dieser Kirche, wodurch es ihm möglich war, so zu arbeiten, wie er es bevorzugte. Im Jahre 1884 wurde Gaudi nach dem Rücktritt von Francesc de Paula del Villar, zum Direktor ernannt. Die lange Bauzeit der Kirche ist einerseits ihrer Größe zuzuschreiben und andererseits dem Umstand, dass die als Bauherr auftretende Vereinigung der Verehrer des heiligen Joseph beschlossen hatte, die Kirche solle ausschließlich durch Spenden und Schenkungen finanziert werden. Dies führte dazu, dass der Bau mehrmals wegen Geldmangels unterbrochen werden musste, und es ist allgemein bekannt, dass Gaudi des öfteren persönlich half, Geld zu sammeln. Außer der Geburtsfassade (1892-1900) gehören zu den von Gaudi gebauten Teilen die Krypta (beendet 1885), die Apsis (1891-1895), ein Abschnitt des Kreuzgangs (1899) sowie die sogenannten Tempelschulen (1909-1910), ein schlichtes, aber dennoch in Konzeption und Aufbau außergewöhnliches Gebäude, in dem heute die Verwaltung untergebracht ist. Nach dem Tod Gaudis wurden zunächst die Glockentürme der Geburtsfassade vollendet. Kurze Zeit später gingen während des spanischen Bürgerkrieges bei einem Brand zahlreiche Zeichnungen und Gipsmodelle verloren, die der Architekt in seiner Werkstatt aufbewahrt hatte. Die Arbeiten wurden im Jahre 1954 an der West- oder Passionsfassade - die 1911 von Gaudi entworfen wurde - wieder aufgenommen. Der Bau der Kirchenschiffe und Gewölbedecken begann im Jahre 1990 nach Plänen von Gaudi. Der herausragende Beitrag Gaudis zur Sagrada Familia ist ohne jeden Zweifel die Geburtsfassade. Sie umfasst drei Portale, die die christlichen Tugenden - Hoffnung, Glaube und Liebe - symbolisieren und reich mit Skulpturen versehen sind. Der Bau dieses außergewöhnlichen und monumentalen Tempels wird mit der Beendigung des Baus der 18 Glockentürme abgeschlossen sein, die Gaudi vorgesehen hatte. Jeweils vier Türme an jeder der drei Fassaden, zwischen 98 und 112 Metern hoch, repräsentieren die 12 Apostel, fünf über dem Kreuzschiff stellen Jesus umringt von den 4 Evangelisten dar, wobei der Jesus-Turm 170 Meter hoch ist, und der Glockenturm über der Apsis der Jungfrau Maria geweiht ist. Heutzutage geht der Baufortschritt wesentlich rascher vor sich, da die Eintrittsgelder der mehreren Millionen Besucher jährlich in das Projekt, welches natürlich zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, fließen.
Die Kirche Sagrada Familia zählt nicht nur wegen seiner langen Bauphase zu einem der beeindruckensten Gebäude weltweit.

Unser letzter Besichtigungspunkt an diesem kulturellen hochstehenden Nachmittag war die Casa Mila. Den Auftrag zur Planung eines Neubaus am Passeig de Gracia im Zentrum der Stadt erhielt Gaudi vom Händler Pere Mila i Camps. Im Volksmund erhielt der neue Bau sofort und nicht ohne Geringschätzung den Spitznamen "La Pedrera", was auf Katalanisch "Steinbruch" bedeutet. Außer Zweifel steht, dass Gaudi hier auf die Natur als Beispiel und Inspirationsquelle zurückgriff. Insgesamt umfasst die auf einer Grundfläche von 1620 m⊃2; errichtete Casa Mila zwei Gebäude, die jeweils um einen Innenhof mit geschwungenen Linien herum angelegt sind. Die komplette Fassade besteht aus großen Gesteinsblöcken aus dem Garraf und aus Vilafranca, die auf der Baustelle auf Maß geschnitten und aneinander angepasst wurden. Der Abschnitt, der die größte Bewunderung hervorruft, ist sicherlich die Dachterrasse, die sich über einer Gruppe wellenförmig gedeckter Dachkammern erstreckt und die stufenförmig angelegt und von merkwürdigen Skulpturen bevölkert ist. Die Casa Mila wurde 1969 von der spanischen Regierung unter Denkmalschutz gestellt und 1984 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. 1986 wurde das Gebäude im Auftrag der Sparkassenstiftung Fundacio Caixa de Catalunya, die hier ihren Sitz hat, restauriert, die erste Etage als Saal für Wanderausstellungen hergerichtet und das Dachgeschoss in einen dem Werk Gaudis gewidmeten Raum, den sogenannten "Espai Gaudi", umgewandelt. Seit 1999 kann außerdem eine der Wohnungen besichtigt werden, die im Stile der Epoche, in der das Gebäude errichtet wurde, dekoriert ist.

Alleine dieser vierstündige architektonische Kulturtrip durch die bauliche Welt des Antoni Gaudi macht Barcelona zu einer der schönsten und interessantesten Städte Europas.

 

 


Am Freitag den 16. Oktober erreichten wir gegen 8 Uhr Morgens unseren Liegeplatz World Trade Center im Zentrum von Barcelona. Bereits eine halbe Stunde später startete der 4 Stunden dauernde und € 47,-/Person kostende Ausflug mit der Bezeichnung "Barcelona sportlich" . Eigentlich hatten wir bereits von zu Hause aus den Ausflug zum Kloster von Montserrat gebucht, doch auf Grund zu geringen Interesses kam dieser nicht zu stande und wir mussten einen Tag zuvor umdisponieren.
Nach einer Busfahrt durch die Stadt erreichten wir schließlich unseren Hauptbesichtigungspunkt, das Fußball-Stadion Camp Nou des FC Barcelona. Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie hervorragend vermarktet dieser Verein ist, muss man wissen, dass nicht weniger als 20 Busse gleichzeitig den Busparkplatz füllten.

Der auch unter dem Kürzel "Barca" bekannte Verein trägt seine Heimspiele im Camp Nou aus, dem mit 98.600 Sitzplätzen größten Fußballstadion Europas. Neben Real Madrid und Athletic Bilbao ist der FC Barcelona der einzige Fußballklub in Spanien, der nie aus der ersten Liga, der Primera División, abgestiegen ist. Laut der ewigen UEFA-Rangliste für Europäische Wettbewerbe ist der FC Barcelona die erfolgreichste Fußballmannschaft Europas (Stand: Mai 2009).
Zum Verein gehören auch andere Sport-Sektionen, etwa Handball (FC Barcelona Borges), Basketball (Regal FC Barcelona), Futsal (FC Barcelona Futsal), Rollhockey (FC Barcelona Sorli Discau) und Eishockey (FC Barcelona Hoquei Gel).
Mit einem Markenwert von 948 Millionen Euro ist der FC Barcelona der zweitwertvollste Fußballverein der Welt (Stand: 09/2007). Mit einem Jahresumsatz von 308,8 Millionen Euro belegt Barca den dritten Platz weltweit (Stand: 2008). Wie die große Mehrheit der spanischen Erstligisten ist auch der FC Barcelona verschuldet. Dennoch ist der Verein finanziell gesund, im Geschäftsjahr 2007/08 erwirtschaftete er ein positives Nettoergebnis von 10,1 Millionen Euro. Das Budget für die Spielzeit 2009/10 erreichte eine Rekordhöhe von 405 Millionen Euro.
Obwohl der Verein traditionell auf einen Trikotsponsor verzichtet, wurde im September 2006 ein Kooperationsabkommen mit dem UN-Kinderhilfswerk UNICEF mit einer Laufzeit von fünf Jahren geschlossen. Demnach unterstützt der Verein über seine Stiftung die Arbeit von UNICEF bis 2011 mit jährlich 1,5 Millionen Euro, um an Aids erkrankte Kinder in den Ländern der Dritten Welt zu unterstützen, im Gegenzug erhält er das Recht, den Namen, das Logo und das Emblem von UNICEF auf der Spiel- und der Trainingskleidung sowie den diesen nachgebildeten Merchandising-Produkten zu verwenden.
Sein eigenes Motto „més que un club“ (Mehr als nur ein Verein) hat für den FC Barcelona eine vielfältige Bedeutung. Für Katalonien symbolisiert der Verein Heimat und Freiheit, für viele spanische Intellektuelle steht er für Demokratie und Solidarität. Im globalen Wettbewerb versucht der Sportverein dieses Image durch soziales Engagement (z. B. bei der UNICEF) auszuweiten und zu vertiefen. Dass der FC Barcelona nach 108 Jahren der Werbefreiheit auf den Trikots sich dazu entschied, UNICEF jährlich 1,5 Millionen Euro zu spenden, statt ca. 50 Millionen Euro von einem Sponsor einzunehmen, bestätigt dies für dessen öffentliches Bild in Spanien. Der FC Barcelona ist noch immer als gemeinnütziger Verein organisiert und somit nicht zu übernehmen, da er faktisch als Klub den Mitgliedern gehört.
Der FC Barcelona hat nach Benfica Lissabon mit 162.979 Mitgliedern, davon 37.825 weiblich, die zweithöchste Anzahl an eingetragenen Vereinsmitgliedern weltweit, und wird von rund 1468 Fanclubs unterstützt (Stand: Nov. 2008).

Geschichte

Hans Gamper, gebürtiger Schweizer, in Winterthur aufgewachsen, damals gerade mal 22 Jahre jung, wanderte nach Spanien aus und wollte dort Fußballspiele organisieren. Interessenten wurden gebeten, sich in der Redaktion zu melden. Auf die Kleinanzeige meldeten sich einige Personen. Die darauf folgenden Treffen führten am 29. November 1899 zur Gründung des Football Club Barcelona.
Der erste Präsident war der Engländer Walter Wild, der erste Kapitän der Schweizer Hans Gamper. Die ersten Spiele wurden im Velódromo de la Bonanova ausgetragen und 1901 fanden die ersten offiziellen Wettbewerbe Copa Macaya und Campeonato de Cataluña statt. 1909 wechselte die Mannschaft in ein neues Stadion, ins La Escopidora.
1910 gewann der FC Barcelona seinen ersten spanischen Pokal. Am 20. März 1922 wurde ein neues Stadion, Les Corts, mit einer Zuschauerkapazität von 20.000 Zusehern eingeweiht. Einige Jahre später wurde das Fassungsvermögen bereits auf 60.000 ausgebaut. 1929 wurde der FC Barcelona der erste Meister der neu gegründeten spanischen Liga, der Primera División.
Am 24. September 1957 folgte ein Meilenstein in der Klubgeschichte. Das damals wie heute größte Fußballstadion Europas wurde als neue Heimstätte des FC Barcelona eingeweiht: das Camp Nou, das zum Zeitpunkt der Eröffnung noch 120.000 Zuschauern Platz bot. 1958 gewann der FC Barcelona seinen ersten Messepokal, einen Vorläufer des UEFA-Pokals.
Am 16. Mai 1979 gewann Barcelona im Finale gegen Fortuna Düsseldorf seinen ersten Europapokal der Pokalsieger.
1988 wurde Johan Cruyff zum Trainer ernannt, womit die Entstehung von Cruyffs legendärem Dreamteam begann.
Zwischen 1971 und 1989 gewann der FC Barcelona zweimal die spanische Meisterschaft, fünf Mal den spanischen Cup, ein Mal den Messepokal, drei Mal den Pokal der Pokalsieger, zweimal den spanischen Ligapokal und ein Mal den spanischen Supercup.
Der größte Erfolg der Vereinsgeschichte gelang den „Blaugrana" am 20. Mai 1992 mit dem Sieg im Europapokal der Landesmeister gegen Sampdoria Genua.
n Spiel und wurde somit Meister. In diesem Jahr stieg die Mitgliederzahl erstmals auf über 108.000.1996 wurde Ronaldo verpflichtet. Der brasilianische Stürmerstar blieb zwar nur ein Jahr, aber Barça gewann mit ihm zum vierten Mal den Pokal der Pokalsieger.
Am 17. Mai 2006 errang der FC Barcelona einen der größten Erfolge der Vereinsgeschichte: 14 Jahre nach dem Sieg im Europapokal der Landesmeister konnte durch ein 2:1 gegen Arsenal London im Stade de France erstmals die Champions League gewonnen werden.
In der Saison 2008/2009 errang der FC Barcelona neben der spanischen Meisterschaft und der Copa del Rey auch den Sieg der Champions League, nach einem 2:0 gegen Manchester United. Somit gewann der FC Barcelona als erste spanische Mannschaft das „Triple" aus Champions League, Meisterschaft und Pokal.

Die Besichtigung des Camp Nou-Stadion und des gewaltigen Fan-Shop dauerte etwa zwei Stunden. Für einen Sportfan ist ein Besuch des größten Stadion Europas ein absolutes Muss.

Anschließend folgte die Auffahrt auf den Montjuic, mit 173 m der Hausberg Barcelonas. 1992, als Barcelona die Olympischen Sommerspiele beherbergte, wurde der Berg zum zentralen Veranstaltungsort für die sportlichen Wettbewerbe bestimmt. Die wichtigsten Bauten konzentrierten sich im sogenannten Olympischen Ring an der Südseite des Montjuic, wo man sich bemühte, die moderne Architektur harmonisch in die historische Umgebung einzufügen. Ein gutes Beispiel dafür ist das Olympiastadion, in das wir einen kurzen Blick werfen konnte. Hier wurde die Originalfassade von 1929 erhalten. Neben dem Stadion erhebt sich der Palau Sant Jordi, eine multifunktionelle Sporthalle des Japaners Arata Isozaki, deren Dach aus einem speziellen Stahlnetz von 45 Metern Höhe besteht. Ganz in der Nähe befindet sich das Schwimmbad Piscines Bernat Picornell, in dem mehrere olympische Wettkämpfe ausgetragen worden sind und das einen phantastischen Ausblick über die Stadt bietet.

Zusammenfassend lässt sich anmerken, das der Ausflugspreis von € 47,-/Person für das Programm - nur eine Innenbesichtigung des Camp Nou - eindeutig zu hoch ist. Das Stadion des FC Barcelona lässt sich auch auf billigere Weise besichtigen, und für den Montjuic mit seinen olympischen Sportanlagen sollte man sich ohnehin weit mehr Zeit nehmen.

Die restliche verbliebene Zeit in Barcelona am Nachmittag nutzten wir zu einem ausgiebigen Spaziergang entlang der berühmten Rambles, wo Straßenkünstler und Souvenierstände den besonderen Flair vermitteln. Abstecher auf den Placa Raial, den Placa de Catalunya und den Placa de la Universitat vervollständigten unseren herrlichen Sightseeing-Nachmittag.

 

 


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