ALICANTE & ELCHE (ESP)

 


Samstag gegen 10 Uhr erreichten wir unseren Liegeplatz Muelle de Levante 14 in Alicante.
Bereits eine halbe Stunde später begann unser vom Schiff aus gebuchter, knapp 5 Stunden dauernder und € 39,-/Person kostender Ausflug mit der Bezeichnung "Alicante & Elche".

 

 

ELCHE


Mit dem Bus ging es zuerst nach Elche - rund 20 km südwestlich von Alicante und der Costa Blanca am Fluss Vinalopó gelegen. Die Stadt mit etwa 220.000 Einwohnern gehört zur Provinz Alicante und übergeordnet zur autonomen Region Valencia.
Ein Spaziergang durch die historische Altstadt von Elche liefert Zeugnis von der glanzvollen Vergangenheit der Stadt. Tatsächlich reicht ihre Geschichte weit zurück bis zur Zeit der Iberer, etwa 600 v. Chr. Sie hatten zwei Kilometer südlich der Stadt eine Ansiedlung unter dem Namen Heliké gegründet. Bei Ausgrabungen fand man dort im Jahr 1897 eine Büste aus der Zeit der Iberer, die unter dem Namen "Dama de Elche" bekannt geworden ist. Heute steht an dieser Stelle ein Museum. Ab 209 v. Chr. kam die Stadt unter römische Herrschaft und erhielt die Bezeichnung Colonia Iulia Ilice Augusta. Im 10. Jahrhundert haben die Bewohner die Stadt mit dem Namen L´Alcudia verlassen und das heutige Elche besiedelt.
Nach einem kurzen Aufenthalt im Zentrum der Stadt, wo wir die Kathedrale Santa Maria besichtigten, ging es vorbei am Palast von Altamira in den Stadtpark. Dieser erstreckt sich über eine Fläche von zirka sechs Hektar. Hier findet der Besucher die "Molí del Real", eine antike Mühle aus dem 18. Jahrhundert, das im orientalischen Stil erbaute Besucherzentrum, ein Freiluft-Amphitheater genannt "Rotonda", den Musikpavillon und das ebenfalls im orientalischen Stil gehaltene Tourismusbüro.
Eine kurze Busfahrt führte uns schließlich zur Hauptsehenswürdigkeit von Elche - dem "Huerto de la cura" - ein künstlich angelegter Garten auf einer Fläche von 13.000 Quadratmeter. In einem Ambiente der Ruhe und Erholung wachsen hier in harmonischer Einheit zwischen den Palmen typische Pflanzen aus dem Mittelmeerraum und exotische Tropengewächse. Außerdem beeindruckt eine Ansammlung von Kakteen aus aller Welt. Die Pflanzen haben sich perfekt dem hiesigen Klima angepasst. Das wertvollste Juwel ist allerdings, wegen ihrer Seltsamkeit, die "Palmera Imperial", eine siebenstämmige Dattelpalme, die an ein Kandelaber erinnert. Ihren Namen verdankt die "Palmera Imperial" der österreichischen Kaiserin Sissi, die im Jahre 1894 den Palmengarten besucht hatte.
Im Jahr 2000 wurde der gesamte Palmenhain von Elche von der UNESCO zum Weltkulturerbe deklariert. Hier, in dem weitläufigsten Palmengarten Europas, können Besucher mehr als 200.000 Exemplare bestaunen.
Zusammenfassend muss man anerkennend sagen, dass Elche durch die große Zahl an Palmen und anderen exotischen Pflanzen ein Naturkunstwerk darstellt und einen Besuch jederzeit lohnenswert macht.

 

 

ALICANTE


Zurück in Alicante starteten wir einen Spaziergang durch die Altstadt, wobei wir unter anderem am Rathaus und der Kathedrale San Nicolas vorbei kamen. Der Rundgang endete an der Promenade Explanada de España, die aus 6,5 Millionen Marmorsteinchen besteht, und von Palmen gesäumt ein abendlicher Treffpunkt der Alicantiner ist.
Alicante ist mit etwa 330.000 Einwohnern Hafenstadt an der Costa Blanca und Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in der autonomen Region Valencia.
Südlich des Flugplatzes von Alicante, an der Mündung des Rio Segura, liegt die älteste Ansiedlung der Gegend, die phönizische Gründung La Fonteta aus dem 9. Jahrhundert v. Chr. Alicante wurde erst 500 Jahre später - 324 v. Chr. - von den Griechen als Akra Leuke gegründet. 201 v. Chr. wurde es von den Römern erobert, die es Lucentum nannten. Hannibal soll hier seine berühmten Elefanten abgeladen haben. Zwischen 718 und 1249 wurde die Stadt von den Mauren beherrscht, die sie in Al Lucant umbenannten. 1265 wurde es von Jakob I. zurückerobert und in das Königreich von Aragon einbezogen.
Anschließend brachte uns der Bus zur Hauptattraktion Alicantes - der Burg Santa Bárbara, die sich oberhalb der Stadt auf einem Felsen befindet. Von hier aus hat man einen fabelhaften Ausblick auf die Stadt samt Hafen, den man sich keinesfalls entgehen lassen darf.

 

 


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